VKB & HKB im Leistungssport

Wie gelingt der Weg von der Rekonstruktion eines Kreuzbandes zurück in den Leistungssport? Und wie lässt sich Rehabilitation so gestalten, dass Athlet:innen nicht nur wieder belastbar, sondern bereit für die Anforderungen des Wettkampfs werden?

Die Rehabilitation nach Verletzungen des vorderen oder hinteren Kreuzbandes stellt Therapeut:innen und Trainer:innen vor komplexe Herausforderungen. Zwischen biologischer Heilung, mechanischer Belastbarkeit, neuromuskulärer Kontrolle und den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Sportart braucht es einen klar strukturierten und individuell gesteuerten Aufbau.

Genau hier setzt das Seminar „Rehabilitation & High Performance Training – VKB & HKB im Leistungssport“ mit Marcus Hirschbiel an.
In diesem eintägigen Seminar geht es nicht darum, einzelne Übungen isoliert zu betrachten. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, wie Rehabilitation systematisch geplant, gesteuert und bis zum Return-to-Competition weiterentwickelt werden kann.
Du erhältst einen praxisorientierten Einblick in die relevanten biologischen, biomechanischen und neurophysiologischen Grundlagen und lernst, wie diese in einen strukturierten Trainings- und Rehabilitationsprozess übertragen werden können.

Von der Verletzung zurück zur Performance

Eine erfolgreiche Rehabilitation endet nicht mit Schmerzfreiheit oder der Wiederherstellung grundlegender Beweglichkeit. Gerade im Leistungssport müssen Athlet:innen am Ende eines Rehabilitationsprozesses wieder in der Lage sein, hohe Kräfte aufzunehmen, schnell zu reagieren, Richtungswechsel zu kontrollieren und sportartspezifische Belastungen sicher zu bewältigen.

Dafür ist ein Verständnis der zugrunde liegenden Prozesse entscheidend.
Im Seminar werden zunächst die Anatomie und Biomechanik des Kniegelenks sowie die Arthro- und Osteokinematik betrachtet. Darauf aufbauend geht es um die physiologischen Grundlagen der Gewebeheilung und die Frage, welche Belastungen in den unterschiedlichen Phasen der Rehabilitation sinnvoll und möglich sind.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Unterschieden verschiedener Transplantate und deren Bedeutung für die Rehabilitation. Denn nicht jede Kreuzbandrekonstruktion stellt dieselben Anforderungen an Belastungssteuerung, Übungsauswahl und Trainingsprogression.

Biologie verstehen – Belastung gezielt einsetzen

Wer Rehabilitation im Leistungssport erfolgreich gestalten möchte, muss nicht nur wissen, was trainiert wird, sondern auch verstehen, warum und wann eine bestimmte Belastung sinnvoll ist.

Deshalb werden im Seminar unter anderem die Bindegewebsphysiologie und die unterschiedlichen Wundheilungsphasen thematisiert. Dieses Wissen bildet die Grundlage für eine gezielte Belastungsprogression und hilft dabei, Training nicht ausschließlich nach Zeitvorgaben, sondern anhand der individuellen Voraussetzungen und Leistungsfähigkeit der Athlet:innen zu steuern.
Dabei wird die Rehabilitation als dynamischer Prozess verstanden: von der frühen Wiederherstellung grundlegender Funktionen über den Aufbau von Kraft und Belastbarkeit bis hin zur Integration komplexer sportartspezifischer Anforderungen.

Nervensystem, Bewegung und Performance

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem neurokognitiven und neuromuskulären Training.

Denn sportliche Leistung entsteht nicht allein durch Muskelkraft. Wahrnehmung, Reaktion, motorische Kontrolle und die Verarbeitung von Informationen durch das zentrale und periphere Nervensystem spielen eine entscheidende Rolle – insbesondere dann, wenn Bewegungen unter Zeitdruck, in komplexen Situationen oder unter hoher Belastung stattfinden.
Im Seminar wird deshalb betrachtet, wie sich neurokognitive und neuromuskuläre Anforderungen sinnvoll in den Rehabilitationsprozess integrieren lassen und wie aus isolierten Bewegungen zunehmend komplexe und sportnahe Aufgaben entstehen.

Vom Reha-Training zum Return-to-Competition

Der zentrale Praxisbezug des Seminars liegt in der Entwicklung eines strukturierten Trainingsaufbaus bis zum Return-to-Competition.
Dabei geht es um die entscheidende Schnittstelle zwischen Rehabilitation und High Performance Training:

Wann ist ein:e Athlet:in wirklich bereit für die nächste Belastungsstufe? Welche Fähigkeiten müssen entwickelt werden? Wie kann Training progressiv aufgebaut werden? Und wie lässt sich Belastung sinnvoll steuern?

Ein wichtiger Bestandteil ist deshalb das Loadmanagement. Gerade im Leistungssport muss Belastung nicht nur gesteigert, sondern gezielt dosiert, angepasst und im Kontext der individuellen Situation betrachtet werden.
Die Teilnehmer:innen erhalten dadurch eine praxisorientierte Perspektive auf die Planung und Steuerung von Rehabilitationsprozessen – mit dem Ziel, Athlet:innen Schritt für Schritt wieder an die Anforderungen ihres Sports heranzuführen.

Das erwartet dich im Seminar

Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:

  • Anatomie & Biomechanik des Kniegelenks
  • Arthro- & Osteokinematik
  • Bindegewebsphysiologie
  • Wundheilungsphasen und deren Bedeutung für die Belastungssteuerung
  • Transplantationen und Unterschiede in der Rehabilitation
  • Neurokognitives & neuromuskuläres Training
  • Einfluss des zentralen und peripheren Nervensystems
  • Trainingsaufbau von der Rehabilitation bis zum Return-to-Competition
  • Loadmanagement und gezielte Belastungssteuerung

 

Dabei steht die Übertragung des Wissens in die Praxis im Mittelpunkt. Die Inhalte sollen dir helfen, bestehende Rehabilitations- und Trainingsprozesse kritisch zu betrachten, weiterzuentwickeln und noch gezielter auf die Anforderungen von Athlet:innen auszurichten.

Für wen ist das Seminar geeignet?

Das Seminar richtet sich insbesondere an:

  • Physiotherapeut
  • Sportwissenschaftler und Athletiktrainer
  • Reha- und Trainingstherapeut
  • Osteopath
  • Trainer im Leistungs- und Breitensport
  • Therapeut und Mitarbeitende, die ihre Kompetenz im Bereich Rehabilitation und leistungsorientiertes Training erweitern möchten

Besonders relevant ist der Kurs für alle, die an der Schnittstelle zwischen Therapie, Rehabilitation, Athletiktraining und Leistungssport arbeiten.



Kursgebühr:
  379 €
Sprache: deutsch
Dozent: Marcus Hirschbiel
Kurs Daten:  Samstag, 27.02.2027, 9:00 – 18:00 Uhr

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Kontakt:
Lindebergs Academy
Eckhart Acker
Cuvilliésstraße 14 a
81679 München
Fon: (089) 30 90 59 50
academy@lindebergs.de

Datum

27 Feb. 2027

Uhrzeit

Ganztags

Standort

Lindebergs Academy
Cuvilliésstraße 14A, 81679 München

Redner

  • Marcus Hirschbiel
    Marcus Hirschbiel

    Marcus Hirschbiel ist internationaler Athletiktrainer, Physiotherapeut, Heilpraktiker für Physiotherapie, Manualtherapeut und Mastercoach im Exxentric Flywheeltraining. Er leitet die Ausbildung für Exxentric Flywheeltrainer:innen in Deutschland und Österreich, bietet Online-Kurse wie „Rehab-Prehab Lendenwirbelsäule“ an und ist als Referent auf Kongressen, Symposien und für Sportverbände aktiv.
    Zu seinen Stationen gehören:
    – Athletikkonferenz Hennef
    – Return to Sport Summit BG Klinikum Duisburg
    – Sportsymposium Schweinfurt
    – Bayerischer Sportärzteverband

    Er ist Autor zahlreicher Fachartikel, u.a. „Rennrodeln und HWS-Beschwerden“ im Sportphysio 1/23, Thieme Verlag, und bringt Erfahrung aus Inhouse-Schulungen in Rehazentren und Profivereinen mit.
    Seine Leidenschaft ist es, Theorie und Praxis zu verbinden, um Trainingserfolge sichtbar, messbar und nachhaltig zu machen.

WICHTIGE INFORMATION

Aktuell führen wir bei Lindebergs eine umfassende Umstellung auf eine neue Praxis- und Medizinsoftware durch, um unseren Service, unsere Abläufe und die Betreuung unserer Kundinnen und Kunden langfristig weiter zu verbessern. Dadurch kann es derzeit vereinzelt zu Einschränkungen bei der telefonischen Erreichbarkeit, der Bearbeitung von E-Mails, Terminerinnerungen sowie der Online-Terminierung kommen.

Unser Team arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung und wir danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis, Ihre Geduld und Ihr Vertrauen.

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